20.08.2017

Kanada lässt neue Gentech-Kartoffeln zu

Kartoffel

Wird Kanada zum Einfallstor für gentechnisch veränderte Lebensmittel? Die dortige Lebensmittelüberwachung habe drei gentechnisch veränderte (gv) Kartoffelsorten zugelassen, teilte der Hersteller, die Simplot Company, jüngst mit. Damit dürften sie angebaut, verkauft und verzehrt werden. Nach Angaben eines Firmenvertreters sei das in Kanada allerdings erst geplant, wenn es dafür auch einen Markt gebe.
Die Kartoffelsorten der zweiten Generation der Züchtung Innate seien ausschließlich mit Hilfe anderer Kartoffelgene hergestellt worden, sowohl von wilden, als auch von konventionellen Sorten, hieß es in der Presseinformation von Simplot. Sie sollen resistent gegen den Phytophtera-Pilz, weniger anfällig für Druckstellen und besser zu lagern sein. Außerdem entstehe beim Erhitzen weniger gesundheitsschädliches Acrylamid.
Das Problem: In Kanada müssen gentechnisch veränderte Lebensmittel nicht gekennzeichnet werden. Daher ließe sich der Weg dieser Kartoffeln nicht verfolgen. Wie berichtet waren dort erst kürzlich 4,5 Tonnen gentechnisch veränderter Lachs verkauft worden.
Wie ein Simplot-Vertreter dem kanadischen Senders CBC sagte, werden in den USA aktuell auf rund 2500 Hektar Innate-Kartoffeln angebaut. Sie würden in rund 4000 Supermärkten in 40 Bundesstaaten verkauft – laut transgen rund 18.000 Tonnen in den vergangenen beiden Jahren. Die Fastfoodkette McDonalds will nach Angaben des Portals allerdings einstweilen keine Innate-Kartoffeln verarbeiten. [vef] [+] mehr...

15.08.2017

Multi-Vitamin-Reis gegen „versteckten Hunger“?

Gold

Wissenschaftler der Eidgenösssichen Technischen Hochschule (ETH) Zürich haben eine gentechnisch veränderte Reissorte vorgestellt, die in ihren Körnern sowohl Beta-Carotin als Vorstufe von Vitamin A erzeugt als auch die Spurenelemente Eisen und Zink anreichert. Damit ließe sich der „versteckte Hunger“ in Entwicklungsländern wirkungsvoll eindämmen, heißt es in der Mitteilung der Hochschule. [+] mehr...

11.08.2017

Kanada: Erstmals Gentech-Lachs im Handel

Aquabounty Lachs Fisch AquAdvantage

Ein unbekannter Händler hat der Firma Aquabounty 4,5 Tonnen ihres gentechnisch veränderten (gv) AquAdvantage-Lachses abgekauft. In Kanada ist keine Gentechnik-Kennzeichnung vorgeschrieben, so dass nicht bekannt ist, über welche Vertriebswege der gv-Lachs zu den Verbrauchern gelangte. Theoretisch könnte er auch in andere Länder exportiert worden sein. [+] mehr...

Regionale Nachrichten

02.08.2017

Bayern: Immer mehr Milch ohne Gentechnik

Ohne Gentechnik Milch

Die bayerischen Molkereien haben 2016 rund drei Millionen Tonnen konventionelle Milch mit Ohne Gentechnik-Kennzeichnung erfasst, ein Drittel mehr als im Vorjahr. Hinzu kamen noch 473.000 Tonnen Bio-Milch, die ebenfalls ohne Gentechnik hergestellt wird. Hier stieg die erfasste Menge 2016 um über zehn Prozent an. Insgesamt lieferten Bayerns Bauern also 3,5 Millionen Tonnen Milch ohne Gentechnik (oGT), was fast 40 Prozent der gesamten im letzten Jahr erfassten Milchmenge entsprach. Das teilte das bayerische Institut für Ernährungswirtschaft und Märkte (IEM) mit. [+] mehr...

Aktionen

Kein Freifahrtschein für neue Gentechnik-Verfahren!

Foto: Infodienst
Foto: Infodienst

Gentechnik ist out. Deshalb versuchen einige Firmen jetzt, die Manipulation von Erbgut einfach anders zu bezeichnen. Und die Bundesregierung macht mit: sie stufte einen mit neuen Gentech-Methoden hergestellten Raps (herbizid-resistent) als „nicht als Gentechnik im Sinne des Gentechnikgesetzes“ ein. Damit könnte die Pflanze ohne Kennzeichnung und Sicherheitsmaßnahmen auf den Acker. 27 Verbände wollen das verhindern. Machen Sie mit!

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Filme und Videos

Auf unserer Schulseite schule-und-gentechnik.de finden Sie Filme und Videos zum Thema Gentechnik in der Landwirtschaft

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