28.02.2012 |

Antrag gegen Gentechnik in Sachsen-Anhalt abgelehnt

Maisfeld mit Baum Der Anbau von Gentechnik-Pflanzen ist umstritten.

Am Freitag wurde ein Antrag der Grünen im Landtag von Sachsen-Anhalt abgelehnt. Er sieht vor, landeseigene Flächen durch Pachtverträge frei von Gentechnik zu halten. Außerdem wollen die Grünen die Gründung gentechnikfreier Regionen sowie den Beitritt des Landes zum Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen fördern. Mit den Stimmen der Regierungskoalition von CDU und SPD wurde der Antrag abgelehnt. Stattdessen fordern die Parteien eine Auseinandersetzung der Ausschüsse mit den Chancen und Risiken des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen.

27.02.2012 |

Tirol will seine Imker vor Gentechnik schützen

Bienenwaben Die Arbeit der Imker wird durch den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen bedroht.

Tiroler Honig soll gentechnikfrei bleiben. Um die Produkte der 2500 dort arbeitenden Imker zu schützen, sollen sie ins Gentechnikgesetz aufgenommen werden. Die Hürde, gentechnisch veränderte Pflanzen anzubauen, wird dadurch erhöht. Denn Landwirte, die planen Gentechnik-Pflanzen anzubauen, müssen dann alle im Umkreis ansässigen Imker aufklären. Der Agrarlandesrat Anton Steixner möchte mit dem Anbau-Hemmnis den guten Ruf der Landwirte und die Tiroler Direktvermarktung schützen.
Das deutsche Gentechnikgesetz bietet Imkern keinen besonderen Schutz vor Gentechnik. Insbesondere nach dem EuGH-Urteil zu nicht-zugelassenen Pollen im Honig fordern Verbände, im Gentechnikgesetz den Schutz der Imkerei zu verankern.

23.02.2012 |

Üplingen: Kritik an Gentechnik-Politik der Landesregierung

Weizen Versuche mit gentechnisch verändertem Weizen stoßen auf Widerstand (Foto: Maren Borgerding)

GentechnikkritikerInnen bemängeln die Haltung der Landesregierung von Sachsen-Anhalt in Sachen Agro-Gentechnik im Schaugarten Üplingen. In einer Antwort auf die Kleine Anfrage der Grünen würde die Landesregierung Sachlagen falsch darstellen und Fragen ausweichen. Gleich zu Beginn der Antwort stellt die Regierung klar, dass sie "seit Jahren die Gentechnikforschung und die Freisetzungsversuche von gentechnisch veränderten Pflanzen unterstützt". Den Vorwurf, dass es bei einem Weizen-Versuch 2008 in Gatersleben keine ausreichenden Sicherheitsvorkehrungen gab, weist die Regierung zurück. Die Aktiven aus dem Umfeld der Projektwerkstatt Saasen werfen der Regierung vor, einseitige Klientelpolitik zu verfolgen und illegale Praktiken mit undurchsichtiger Finanzierung zu unterstützen.

20.02.2012 |

Österreichs Hühnerfleisch ab jetzt gentechnikfrei

Oster Eier Ostern Ostereier Produkte ohne Gentechnik kommen bei Verbrauchern gut an (Foto: Infodienst Gentechnik)

Österreich ist dem Ziel, Lebensmittel komplett gentechnikfrei zu produzieren, einen wichtigen Schritt näher gekommen. Ab heute ist in den Regalen der großen Supermärkte Hühnerfleisch aus garantiert gentechnikfreier Produktion zu finden, das Verbraucherinnen und Verbraucher bevorzugen. Rund 90% des österreichischen Mastgeflügelmarktes ist damit abgedeckt. Bereits 2010 ist wurde die komplette österreichische Milch- und Frischeier-Produktion auf gentechnikfrei umgestellt. Diese Produkte werden mit der Kennzeichnung „Ohne Gentechnik hergestellt“ des Vereins „ARGE Gentechnikfrei“ versehen sein. Auch in Deutschland können Hersteller, die auf gentechnisch verändertes Futtermittel verzichten, ihre Produkte mit dem Ohne-Gentechnik-Siegel kennzeichnen.

10.02.2012 |

Bayern setzt weiterhin auf gentechnikfrei

Logo Logo an über 200 Landkreise, Gemeinden und Städte vergeben.

Gestern hat der Umweltminister Dr. Marcel Huber weiteren 30 bayerischen Kommunen das Logo "Gentechnikanbaufreie Kommune" überreicht. "Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ist mit der kleinteiligen bayerischen Landwirtschaft sowie der Vielzahl naturnaher und sensibler Lebensräume in Bayern nicht vereinbar", so Huber. Um das Logo zu erhalten, muss sich die Gemeinde, Stadt oder der Landkreis dazu bekennen, eigene Flächen gentechnikfrei zu bewirtschaften. Landwirte in ihrem Gebiet werden ermutigt auf den Anbau von Gentechnik-Pflanzen zu verzichten. Bisher wurde das Logo 200 Mal vergeben. Um beim bundesweiten BUND-Projekt "Gentechnikfreie Regionen" aufgenommen zu werden, muss dem Beschluss zur Gentechnikfreiheit des Stadt- oder Gemeinderats die Aufnahme einer Ausschlussklausel in künftigen Pachtverträgen folgen. Dieser neue Passus schließt dann den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen auf den Pachtflächen aus. Deutschlandweit sind dort bereits 305 Kommunen eingetragen.

03.02.2012 |

Gentechnik-Aktivisten freigesprochen

Kartoffelschleuder Aktion vor Amtsgericht am ersten Verhandlungstag

Zwei Aktivisten wurden am Freitag vom Vorwurf der Nötigung im Berufungsprozess durch das Landgericht Neubrandenburg freigesprochen. Oberstaatsanwalt Zeisler kündigte heute gegenüber der Nachrichtenagentur dpa an, Revision einzulegen. Im Jahr 2009 schleuderten sie Ökosetzkartoffeln auf ein Versuchsfeld, einen Tag vor der Auspflanzung der Gentechnik-Kartoffel Amflora aus dem Hause BASF. "Es wurde keine Gewalt gegen Personen angewendet, was die Vorraussetzung für eine Nötigung wäre», so der Richter Jochen Unterlöhner. Die Feldbefreier freuen sich über den Freispruch aber vor allem über den Erfolg ihrer Widerstandarbeit zusammen mit der Bürgerinitiative vor Ort. Erst Mitte Januar hat BASF verkündet, ihre Forschung mit Gentechnik-Kartoffeln in Deutschland einzustellen.

30.01.2012 |

Das Jahr startet mit neuen Ohne-Gentechnik-Produkten

Neues Ohne-Gentechnik-Siegel Immer mehr Hersteller nutzen das Ohne-Gentechnik-Logo. Verbraucher können dadurch erkennen, dass im Tierfutter keine Gentechnik steckt.

Die Firma Rotkäppchen bringt Camembert ohne Gentechnik auf den Markt. Ab Januar wird die Produktion auf gentechnikfrei umgestellt. Die Kühe, die die Milch für den Weichkäse liefern, bekommen ab sofort nur noch gentechnikfreies Futter. Mit den Lieferanten wurde dies vertraglich vereinbart. Das Unternehmen reagiert damit auf Verbraucher, die sich eine Sicherheit wünschen, „dass der Rotkäppchen Weichkäse von der Milch bis zu den Zutaten garantiert ohne Gentechnik ist“, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Erkennen können die Kunden die neue Auslobung an einem Ohne-Gentechnik-Siegel. Rotkäppchen Markenkäse verwendet jedoch nicht das bundeseinheitliche Logo, das der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik vergibt, der bereits im November 100 Lizenznehmer hatte. Der Verband meldet, dass auch die Upländer Bauernmolkerei weitere Milchprodukte „Ohne Gentechnik“ kennzeichnen kann. Außerdem können Kokos-Produkte von Dr. Georg GmbH in gentechnikfreier Qualität angeboten werden.

17.01.2012 |

Skulpt(o)ur auf dem Weg nach Berlin

Die Skulpt(o)ur von München nach Berlin Die Skulptur wurde am Samstag in München enthüllt und fährt über Kassel, Hannover, Braunschweig nach Berlin, um dort am 21. Januar vor dem Kanzleramt präsentiert zu werden. Foto: Bigi Möhrle/ www.wir-haben-es-satt.de

Der Countdown läuft! Am Samstag in Berlin heißt es wieder "Wir haben es satt!", wenn Tausende gegen die Agrapolitik der Bundesregierung demonstrieren, während Politik und Agrarlobby sich bei der Grünen Woche feiern.
Um möglichst viele Menschen für die Demonstration zu mobilisieren, hat sich nun eine vier Tonnen schwere Skulptur auf den Weg gemacht. Initiator ist der Künstler und Biobauer Stephan Kreppold, der die industrielle Landwirtschaft satt hat. Aber auch Verbraucherinnen und Verbraucher nimmt Kreppold in die Plicht: Die Gabel seines Kunstwerkes soll auf die Verantwortung des Einkaufverhaltens aufmerksam machen. Bis Freitag ist die Skulptur noch in Norddeutschland (Kassel, Hannover, Braunschweig) unterwegs und soll am Samstag vor dem Kanzleramt enthüllt werden

09.01.2012 |

Gentechnikfreies Soja aus Rheinland-Pfalz

Kühe im Stall Tiere in der EU bekommen viel gentechnisch veränderte Soja zu fressen (Foto: Simone Knorr)

Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Integrierter Landbau e.V. in Rheinhessen und der Pfalz (AGIL), Christian Kussel, will gemeinsam mit weiteren Landwirten der Region den heimischen Soja-Anbau vorantreiben, um Schrot in garantiert gentechnikfreier Qualität beziehen zu können. In der Schweinemast kann trotz Fütterung mit hofeigenem Getreide und Körnerleguminosen nicht gänzlich auf Sojaschrot verzichtet werden. Derzeit muss Sojaschrot über externe Händler bezogen werden und verteuert damit das Futter. Eine echte Garantie auf Gentechnikfreiheit, die bei ihrer Produktion gefordert ist, sieht der Landwirt bei zugekauftem Sojaschrot nicht. In Bayern ist die Produktion von garantiert gentechnikfreiem Sojaöl geplant. In den letzten Jahren ist der Soja-Anbau in Süddeutschland deutlich angestiegen.

02.01.2012 |

Bonde will gentechnikfreie Landwirtschaft fördern

Äpfel, Karotten, Brötchen Lebensmittel ohne Gentechnik (Foto: Infodienst)

Im neuen Jahr liegt der Vorsitz der Agrarministerkonferenz beim Land Baden-Württemberg. Leiter der Konferenz ist damit der baden-württembergische Agrarminister Alexander Bonde (Grüne). In Sachen Gentechnik will sich Bonde für die Interessen der Verbraucher einsetzen und die gentechnikfreie Landwirtschaft fördern. Dazu soll das „Qualitätszeichen Baden-Württemberg“ um den gentechnikfreien Standard erweitert werden, sagte Bonde in einem Interview mit der Badischen Zeitung. Bundesweit gibt es bereits das einheitliche „Ohne Gentechnik“-Siegel. Bonde will sich außerdem dafür stark machen, dass die einzelnen Bundesländer die Möglichkeit bekommen, gentechnikfreie Landwirtschaft rechtlich abzusichern. Auch die Umstellung auf Bio-Anbau in der Region will Bonde unterstützen, da die Nachfrage der Verbraucher nach wie vor das Angebot übersteigt.

Gehe zu Seite: ... 3 4 5 6 7 8 9 10 11 ...

regional