13.05.2011 |

Gentechnikfreie Maiszüchtung expandiert

Maisfeld Foto: FarmSaat AG; Konventionelle Züchtung expandiert.

Der mittelständische Anbieter von Maissaatgut FarmSaat AG eröffnet einen neuen Standort im Münsterland, um Sorten zu züchten und zu prüfen. Damit wächst das Netzwerk auf 15 Sitze an. Das Züchtungsunternehmen will Sorten anbieten, die den regionalen Bedingungen angepasst sind. Unternehmensziel ist es, bundesweit jede Region mit seinen standortspezifischen Sorten zu versorgen. Die Firma verwendet hierfür nur traditionelle Methoden und verzichtet bewusst auf Gentechnik. Swen Wolke, Vorstand der FarmSaat AG ist überzeugt: "Eine optimal gesteuerte Prüfung und Selektion der Pflanzen kann nur in Versuchen auf dem Feld unter Praxisbedingungen stattfinden". Am neuen Züchtungsstandort wird Saatgut aus neuen genetischen Kombinationen für den Kreis Warendorf unter den tatsächlich herrschenden klimatischen Bedingungen entwickelt.

13.05.2011 |

Gemeinde Hasel entscheidet sich gegen Gentechnik

Gentechnikfreie Regionen Gentechnikfreie Regionen arbeiten ohne Gentechnik.

Der Gemeinderat im baden-württembergischen Hasel hat sich gestern einstimmig gegen den Einsatz von Gentechnik entschieden. Nutzer kommunaler Flächen verpflichten sich, auf den Anbau von Gentechnik-Pflanzen zu verzichten. Betreiber kommunaler Einrichtungen werden keine gentechnisch veränderten Produkte mehr einsetzen. Hasel ist eine der 116 gentechnikfreien Regionen in Deutschland, die auf der Basis freiwilliger Selbstverpflichtungserklärungen auf Gentechnik verzichten.

12.05.2011 |

Riesen-Kolben gegen Gentechnik

Aktion am Potsdamer Landtag Mit einem aufblasbaren Maiskolben demonstrierten Aktivisten vor dem Potsdamer Landtag gegen Gentechnik. Foto: BUND

Gentechnikgegner protestierten heute vor dem Potsdamer Landtag gegen gentechnisch veränderte Pflanzen in Brandenburg. Ein Riesen-Maiskolben war anlässlich einer Experten-Anhörung auf dem Brauhausberg aufgestellt worden. Das Thema hatten die Grünen mit dem Antrag „Keine Agro-Gentechnik in Brandenburg“ in den Landtag gebracht. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) fordert die Landesregierung auf, gentechnikfreie Regionen sowohl politisch als auch finanziell mehr unter die Arme zu greifen. Der Anbau gentechnikfreier Futtermittel müsse gefördert werden, damit der Import von Gentechnik-Soja aus Regenwaldgebieten langfristig überflüssig wird.

04.05.2011 |

Umweltminister Söder zeichnet gentechnikfreie Kommunen aus

Bayerisches Landidyll Bayerisches Landidyll und Gentechnik passen nicht zusammen.

Bayern macht weiter Stimmung gegen Gentechnik: Heute zeichnete der bayerische Umweltminister Söder 29 Gemeinden erstmals mit dem Siegel Gentechnik-Anbaufreie-Kommune aus. Die Auszeichnung garantiert, das in den Städten und Gemeinden keinerlei gentechnisch veränderte Pflanzen wachsen. Söder sieht die heutige Auszeichnung als einen wichtigen Schritt für ein Bayern ohne Gentechnik-Pflanzen. Die Kommunen bekommen eine Urkunde sowie ein Emaille-Schild, mit dem die gentechnikfreie Bewegung verstärkt wahrgenommen werden soll. Laut Standortregister wachsen dieses Jahr im gesamten Bayern keine gentechnisch veränderten Pflanzen.

02.05.2011 |

Mais-Pflanzen für ein gentechnikfreies Hamburg

Bantam-Mais Pflanzaktion 2011 Bantam-Mais pflanzen und gegen Gentechnik demonstrieren: Am Wochenende in Hamburg. Foto: Gärtnerei Sannmann

Mit 5000 kleine Bantam-Mais-Setzlingen wurde am Wochenende in Hamburg ein Zeichen gegen Gentechnik gesetzt. Bei der Pflanz-Aktion kamen Verbraucherinnen und Verbraucher und Gentechnik-Aktivisten in der Demeter-Gärtnerei Sannmann in Ochsenwerder zusammen, um den praktischen Widerstand gegen Gentechnik zu demonstrieren: Bantam-Mais ist ein samenfester Süßmais und kann jedes Jahr wieder ausgesät werden. Doch Sorten wie Bantam sind vom Gentechnik-Anbau bedroht. Blüht Gentechnik-Mais in der Nähe, kann die 100 Jahre alte Sorte mit gentechnisch verändertem Pollen verunreinigt werden. Dagegen wehrt sich die Initiative „Gentechnikfreie Metropolregion Hamburg“. Sie fordert vom neuen Senat den Beitritt Hamburgs zum Netzwerk der gentechnikfreien Regionen Europas.

26.04.2011 |

Gentechnikfreies Baden-Württemberg geplant

Wappen Baden-Württemberg Baden-Württemberg will die gentechnikfreie und biologische Landwirtschaft fördern

Der zukünftige grüne Ministerpräsident Baden-Württembergs Kretschman will sein Land grüner machen. Die in Teilen schon vorliegenden Eckpunkte des neuen Koalitionsvertrages zwischen Grünen und SPD sehen vor, die starke Wirtschaft ökologisch auszurichten. Nicht nur der Atomenergie soll Baden-Württemberg den Rücken kehren. Auch Gentechnik soll verbannt werden. Die Landwirtschaft wird wohl zukünftig auf gentechnisch veränderte Tiere und Pflanzen verzichten müssen.

19.04.2011 |

Söder positioniert sich auf Indien-Reise klar gegen Gentechnik

Bayerisches Landidyll Bayerisches Landidyll und Gentechnik passen nicht zusammen.

Der bayerische Umweltminister Markus Söder hat auf einer Indienreise seine kritische Haltung gegenüber Gentechnik bekräftigt. In Bayern gebe es eine klare Grundsatzentscheidung, dort hätte die Gentechnik keine Zukunft. Unterstützt wurde er dabei von der indischen Aktivistin und Direktorin einer Saatgutdatenbank in Bangalore, Sangita Sharma, die gegen Gentechnik in Indien kämpft und dafür sorgt, dass alte Sorten nicht verloren gehen. Denn die Gentechnik-Saat macht die Bauern abhängig von großen Agrar-Unternehmen wie Monsanto, die in Indien ihre Baumwollsaaten verkaufen. Die davon geernteten Samen dürfen Landwirte jedoch nicht selbst wieder aussäen, wie sie es seit Jahrtausenden getan haben. Auch Minister Söder sieht das Problem der Abhängigkeit von großen Unternehmen und will gentechnikfreie Regionen in Bayern unterstützen. Zu Hause fordern bayerische Aktivisten bisher jedoch vergeblich den Beitritt Bayerns zum Netzwerk der Gentechnikfreien Regionen in Europa.

19.04.2011 |

Lübeck wird zur gentechnikfreien Stadt

Lübeck Holstentor Keine Gentechnik auf Lübeker Boden. Foto: Susanne Schmich, pixelio.de

Die Lübecker Bürgerschaft hat mit rot-grüner Mehrheit beschlossen, Lübeck zu einer gentechnikfreien Stadt zu machen. Die Entscheidung ist das Ergebnis eines einjährigen Prozesses, in den verschiedene Akteure eingebunden waren. Nun werden alle Wirtschaftsbeteiligten dazu aufgerufen, freiwillig auf gentechnisch veränderte Produkte zu verzichten. Aber auch Verbindlichkeiten wurden festgelegt. So soll in städtischen Einrichtungen lediglich gentechnikfreie Ware verwendet werden, Verträge mit Veranstaltungs-Partnern sollen Gentechnik ausschließen und der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen auf stadteigenen Flächen wird vertraglich ausgeschlossen.

19.04.2011 |

Sachsens Agrarminister gegen Antrag auf gentechnikfreie Region

Ackergrenze Die meisten Menschen in Deutschland lehnen Gentechnik in der Landwirtschaft ab.

Sachsens Landwirtschaftsminister Frank Kupfer (CDU) ist gegen eine generelle Erklärung des Landes zur Gentechnikfreiheit. Im März hatten die Fraktionen der Linken, Grünen und SPD einen Antrag im Landtag gestellt, der sich gegen den Anbau und die Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen ausspricht. Erreicht werden sollte der Beitritt zum europäischen Netzwerk der gentechnikfreien Regionen. Kupfer hält von einer "pauschalen Stigmatisierung der Technologie" nichts.

15.04.2011 |

Nein zu Gentechnik in Langerringen

Acker Acker

Der Gemeinderat von Langerringen hat sich gegen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen auf gemeindeeigenen Äckern entschlossen. Noch immer seien Auswirkungen und Gefahren auf benachbarte Pflanzen sowie Mensch und Tier nicht eindeutig geklärt. Ein entsprechender Passus wird in künftige Pachtverträge sowie Verlängerungen von Pachtverträgen eingefügt. Gemeinderat Nikolaus Kramer ergänzt: „Die Gemeinde setzt mit dem Beschluss ein Zeichen gegen Gentechnik auf Gemeindegrund.“ In diesem Jahr wird nur die Gentechnik-Kartoffel Amflora kommerziell auf zwei Hektar Fläche angebaut, doch in der EU-Zulassungspipeline stehen etliche Gentechnik-Pflanzen. Gemeinden, die sich künftig eine gentechnikfreie Landwirtschaft wünschen, sind gut beraten dem Beispiel von Langerringen zu folgen. Bisher gibt es deutschlandweit schon 254 gentechnikfreie Gemeinden und Landkreise.

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