09.11.2004 |

EU: Nationale Gentechnikverbote gefährdet

Die EU-Kommission unternimmt am 29. November einen ersten Anlauf, um mehrere nationale Gentechnik-Importverbote zu kippen. Die Brüsseler Behörde wird den im zuständigen EU-Regelungsausschuss vertretenen nationalen Experten die Aufhebung der Einfuhrverbote von drei gentechnisch veränderten Maissorten vorschlagen. Falls das Gremium zustimmt, müsste Österreich erstmals einen gentechnisch veränderten Organismus (GVO) auch als Saatgut zulassen. Die Experten sollen auch über die Aufhebung ähnlicher Gentechnik-Importverbote in Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Griechenland entscheiden.</p><p><a href="http://www.landwirtschaft.ch/deutsch/aktuell/newsdetail.cfm?ObjID=7D3AABCE-7B6A-452B-9D94BC9262CC8DD5&language=de">Agro-News (Schweiz)</a></p><p><a href="http://www.gast.at/ireds-856-file-0004785696.html.xml">Forum Handel: Österreichische Gentechnik-Importverbote wackeln</a></p><p><a href="http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=c&ressort=w&id=451185">Die Presse (10.11.04): "Man wird uns zwingen müssen"</a>

08.11.2004 |

Frankreich: Gentech-Gegner zeigen sich solidarisch

Vor dem Strafgericht in Toulouse sollen sich ab dem 24. Januar 2005 mehr als 250 militante Gentechnik-Gegner in einem Massenprozess verantworten.Die Gerichtspräsidentin entschied, Selbstbezichtigungen der Betroffenen anzuerkennen und vor Gericht zu verhandeln.</p><p><a href="http://www.netecho.info/schlagzeilen/rubrik.asp?a=%7BF95E2380-697E-4E15-8A5E-299F886A2CCA%7D">Netecho</a></p><p>

08.11.2004 |

Niederlande: Fachkommission vereinbart Grundregeln für Koexistenz

In den Niederlanden haben Vertreter verschiedener Gesellschaftsgruppen Grundregeln für den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen vereinbart. Wie AgraEurope berichtet, legt der Bericht "Koexistenz Primärsektor" Mindestabstände, eine Registrierungs- und Monitoringpflicht für den Anbau von transgenen Kartoffel-, Zuckerrüben- und Maispflanzen fest, regelt weitere Anforderungen der guten fachlichen Praxis und schlägt als "Auffangnetz" pflanzenspezifische Haftungsfonds vor.</p><p><a href="http://www.oekolandbau.de/index.cfm?uuid=0007EF07D1B61D3EBE5D01A5C0A8E066&and_uuid=0006C7D1914C118F914C6666C0A87836&field_id=16&from=1&to=20">oekolandbau.de - Das Informationsportal</a></p><p>

08.11.2004 |

Erstmals auch Gen-Nelken auf dem deutschen Markt

In Deutschland sind transgene Blumen erst seit kurzem auf dem Markt. Zwar erhielt Florigene bereits 1998 die EU-weite Zulassung für die Vermarktung gentechnisch veränderter blauer Nelken, doch Umweltverbände drohten dem Unternehmen mit einer Kampagne. Florigene verzichtete auf die Markteinführung in der EU und konzentrierte seine Verkaufsbemühungen zunächst auf Nordamerika, Australien und Japan.</p><p><a href="http://www.echo-online.de/kultur/detail.php3?id=269167">Echo-Online</a></p><p>

08.11.2004 |

EU-Behörde versagt bei Risikobewertung von Gen-Pflanzen

Mangelhafte Prüfungsverfahren und Kontrollen wirft Greenpeace der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA (European Food Safety Authority) vor, die heute und morgen eine öffentliche Tagung in Berlin veranstaltet. Die EFSA spielt mit ihren wissenschaftlichen Bewertungen der Risiken von Gen-Saaten eine wichtige Rolle für EU-Entscheidungen: EU-Kommission und Ministerrat benötigen sie für ihre Beratungen über die Zulassungen von Gen-Food und Gen-Saaten.</p><p><a href="http://www.greenpeace.org/deutschland/pe/gentechnik/8-11-04--eu-versagt-bei-gen-kontrollen?print=1">Pressemitteilung von Greenpeace</a>

07.11.2004 |

Ausbau von Gentechnikfreien Zonen gefordert

Für den Ausbau Gentechnik freier Zonen in der Landwirtschaft haben sich am Wochenende in Magdeburg Bauernverbände und die Umweltschutzorganisation Greenpeace ausgesprochen. Zum Schutz vor gentechnischen Veränderungen hätten sich in Deutschland bereits mehr als 11 000 Landwirte mit einer Fläche von mehr als 420 000 Hektar zusammengeschlossen, sagte Henning Strodthoff, Gentechnikexperte von Greenpeace, am Sonntag. An der Tagung nahmen Vertreter aus Deutschland, den USA, Frankreich und Österreich teil.</p><p><a href="http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1099820597221&calledPageId=1034942319164">Mitteldeutsche Zeitung</a></p><p><a href="http://www.greenpeace.org/deutschland/pe/gentechnik/7-11-04--forderung--gentechnikfreie-zonen?print=1">Pressemitteilung von Greenpeace</a></p><p>

05.11.2004 |

Die Saat der Zerstörung

"Beherrsche die Energie, und du beherrschst die Nationen. Beherrsche die Nahrung, und du beherrschst die Menschen", soll einmal der frühere US-Außenminister Henry Kissinger gesagt haben. Auch wenn dafür die letzte Gewissheit fehlt, feststeht auf jeden Fall, dass Präsident Bush im Juni 2003 die Aufhebung der Verbots der EU für genetisch veränderte Pflanzen zu einer Angelegenheit von strategischer Priorität für die USA erklärt hat.</p><p><a href="http://www.freitag.de/2004/46/04460901.php">Freitag: Geopolitik mit gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln</a></p><p>

05.11.2004 |

Baden-Württemberg gegen neues Gentechnikgesetz

Ministerpräsident Erwin Teufel: "Gesetz verhindert die Nutzung der Gentechnik in der Landwirtschaft und macht Forschung auf diesem Gebiet in Deutschland faktisch unmöglich." Erwin Teufel kritisierte insbesondere das im Gentechnik-Gesetz formulierte Konzept der gesamtschuldnerischen, verschuldensunabhängigen Haftung. Durch eine solche Haftung könne ein Landwirt für alle möglichen Auswirkungen zur Rechenschaft gezogen werden, selbst wenn er sich voll und ganz an die Regeln der guten landwirtschaftlichen Praxis hielte.</p><p><a href="http://www.baden-wuerttemberg.de/sixcms/detail.php?id=62719&template=home_meldung_detail">Pressemitteilung der Landesregieung: Teufel plant Expertenanhörung zur Grünen Gentechnik</a></p><p>

05.11.2004 |

Genbank-Chef erhält Innovationspreis

Der Leiter der Pflanzen-Genbank am Leibnitz-Institut in Gatersleben, Andreas Graner, hat den erstmals verliehenen Innovationspreis der Gregor-Mendel-Stiftung erhalten. Der 47-Jährige, der seit 1997 in Sachsen-Anhalt wirkt, habe mit seiner Arbeit an einer der weltweit größten Einrichtungen dieser Art wichtige Grundlagen zur Züchtung besserer Nutzpflanzen geschaffen, hieß es in der Begründung der Jury.</p><p><a href="http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1098769691864&openMenu=1013016724285&calledPageId=1013016724285&listid=1018881578312">Mitteldeutsche Zeitung: Forscher aus Gatersleben</a></p><p>

05.11.2004 |

Bundesrat weist Gentechnik-Gesetz erneut zurück

Der Bundesrat hat das Gentechnikgesetz am Freitag erneut zurückgewiesen. Die Mehrheit der unionsregierten Länder legte Einspruch ein, nachdem sich der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Länderkammer kürzlich nicht hatte einigen können.Umstritten bleibt vor allem die umfassende Haftung für Gentechnik-Produzenten. Das Gesetz gilt dennoch als durchsetzbar, da der Bundestag das Bundesratergebnis mit rot-grüner Mehrheit überstimmen kann.</p><p><a href="http://zeus.zeit.de/hb/609215.xml">Die Zeit</a></p><p><a href="http://www.koeln.de/aktuell/afp/journal/pld/041105121628.r5gjfsdi.html">Köln.de(afp): Neues Gentechnikgesetz soll zum Jahreswechsel kommen</a></p><p><a href="http://www.bauernverband.de/aktuelle_meldungen_1882.html">Pressemitteilung des DBV: Niederländischer Weg einer breiten Verständigung zur Koexistenz beispielhaft</a></p><p><a href="http://www.spdfraktion.de/rs_dok/0,,31211,00.htm">Pressemitteilung der SPD: Bundesratseinspruch wider jede Vernunft und gegen die Landwirte</a></p><p><a href="http://www.mysan.de/article25214.html">Pressemitteilung der CDU: Schröder muss "Gentechnik-Verhinderungs-Gesetz" stoppen!</a></p><p><a href="http://www.keine-gentechnik.de/bibliothek/gentgesetz/positionen/bmvel_erklaerung_gentgesetz_041105.pdf">Erklärung des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft</a>

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