29.11.2004 |

Deutschland stimmt in Brüssel erstmals für GVO Zulassung

Erstmals seit 1996 stimmte Deutschland im zuständigen EU-Ausschuss heute für die Zulassung eines neuen GVO. Die Abstimmung über das Konstrukt war nach Zweifeln an seiner gesundheitlichen Unbedenklichkeit und einer drohenden 2/3 Ablehnung im September vertagt worden. Trotz des deutschen Sinneswandels kam allerdings keine qualifizierte Mehrheit für die Zulassung (nur Import, nicht Anbau) des Monsanto-Mais Mon863 zustande. Dafür stimmten Deutschland, Frankreich, UK, Schweden, Finnland, Portugal, Niederlande und Estland, dagegen Österreich, Dänemark, Griechenland, Italien, Luxemburg, Zypern, Ungarn, Lettland, Litauen, Malta, Polen und Slovenien. Die Slovakei, Irland, Spanien, Tschechien und Belgien enthielten sich. Deutschland hatte sich bisher regelmäßig enthalten, wenn Grüne und SPD sich in der Regierung nicht einigen konnten.</p><p><a href ="http://www.fr-aktuell.de/_inc/_globals/print.php?client=fr&ref=ressorts/nachrichten_und_politik/nachrichten/?sid=edf0c47d19cc05c7f4f7cbd307a97ab2&cnt=597715">Frankfurter Rundschau: Gen-Mais bleibt draußen</a></p><p><a href="http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/die_seite_3/?cnt=597650">Frankfurter Rundschau: Kommentar: Die neue Unübersichtlichkeit</a></p><p><a href = "http://www.taz.de/pt/2004/11/30/a0139.nf/text.ges,1">taz: Keine Mehrheit für Gen-Pflanzen [30.11.]</a></p><p><a href ="http://saveourseeds.org/downloads/fact_sheet_mon_863.htm">Save our seeds: Fact Sheet Mon 863</a></p><p><a href ="http://www.foeeurope.org/dont_put_my_health_at_risk/?de">Friend of the Earth Europe: Abstimmungsverhalten der Länder zur Aufhebung der nationalen Einfuhrverbote</a>

29.11.2004 |

Syngenta stoppt Gentechnik-Projekte in Europa

Der weltgrößte Agrochemiekonzern Syngenta aus Basel hat in Europa alle Feldversuche mit genveränderten Pflanzen und Saatgut-Sorten gestoppt. Syngenta steige zwar nicht aus der Gentechnik aus. Aber in Europa habe der Konzern wegen des Widerstands der Öffentlichkeit, hoher Genehmigungshürden und fehlender Märkte alle Projekte auf Eis gelegt. Für Syngenta habe sich erwiesen, dass klassische Methoden ohnehin häufig effektiver seien als die Biotechnologie.</p><p><a href ="http://www.welt.de/data/2004/11/29/367216.html">Die Welt: Weltgrößter Agrochemiekonzern verlagert Biotechnologieforschung komplett in die USA</a>

26.11.2004 |

Zu Recht setzt der Bundestag dem Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen Grenzen

Es wird nun wieder viel darüber lamentiert werden, dass die Deutschen hypersensible, ängstliche Wesen seien, dass sie sich den hoffnungsvollen Zukunftsbranchen verschlössen und fast jeder neuen Technik misstrauten.Und es ist wahr: Das Gesetz, das die rot-grüne Regierung im Bundestag mit ihrer Mehrheit durchsetzte, erschwert den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Deutschland erheblich. Da auch andere Länder Europas abgestufte Restriktionen vorsehen, wird die Bio-Tech-Industrie hier einen steinigen Acker vorfinden. Fortschrittsverweigerung?</p><p><a href="http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/740/43697/">Süddeutsche Zeitung: Die Saat geht noch nicht auf</a></p><p><a href="http://zeus.zeit.de/hb/630653.xml">Die Zeit: Gentechnik-Gesetz tritt 2005 in Kraft</a></p><p><a href="http://www.ftd.de/pw/de/1100940009656.html?nv=se">Financial Times Deutschland: Bundestag verabschiedet Gentechnikgesetz</a></p><p><a href="http://www.bioland.de/presse/pm/2004_11_26.htm">Pressemitteilung von Bioland: Mehr Schutz und Sachlichkeit per Gesetz</a></p><p><a href="http://www.bund.net/lab/reddot2/aktuell_pressemitteilungen_4086.htm">Pressemitteilung vom BUND: Gentechnikgesetz richtungsweisend für Europa</a></p><p><a href="http://www.nabu.de/modules/presseservice/index.php?show=384&db=">Pressemitteilung vom NABU: Umwelt- und Naturschutz ist Verlierer des neuen Gentechnikgesetzes</a></p><p><a href="http://www.bundesregierung.de/Nachrichten-,417.588691/artikel/Gentechnikgesetz-kann-in-Kraft.htm">Die Bundesregierung: Gentechnikgesetz kann in Kraft treten</a></p><p><a href="http://www.gene.ch/genpost/2004/Jul-Dec/msg00256.html">GenPost: Greenpeace erwartet 2005 nur geringen Anbau von Gen-Mais. Kommentar zum Gentechnikgesetz</a>

25.11.2004 |

Gentechnik-Gesetz landet vor Gericht

Das Bundesland Sachsen-Anhalt droht mit einer Verfassungsklage gegen das Gentechnikgesetz von Bundesagrarministerin Renate Künast (Grüne). Sollte ihr Gesetzentwurf am morgigen Freitag ohne Nachbesserungen den Bundestag passieren, werde Sachsen-Anhalt von seinem Recht Gebrauch machen und ein Normenkontrollverfahren in Karlsruhe einleiten.</p><p><a href="http://www.welt.de/data/2004/11/25/365210.html">Die Welt</a></p><p><a href="http://www.welt.de/data/2004/11/25/365206.html">Die Welt: Koexistenz ist möglich. Ein Kommentar.</a></p><p><a href ="http://de.news.yahoo.com/041124/3/4b4kz.html">Yahoo! Nachrichten (dpa): Gentechnikgesetz: Sachsen-Anhalt droht mit Gang nach Karlsruhe</a>

25.11.2004 |

Landwirte beurteilen Gentechnikdebatte sehr kritisch

In der Gentechnik-Diskussion sehen sich die Landwirte von zwei Seiten starkem Druck ausgesetzt: Gentechnisch veränderte Pflanzen werfen - so glauben es 83 Prozent der Landwirte - aus der Sicht der Verbraucher ein negatives Image auf die Landwirtschaft. Zudem sehen diese Landwirte aufgrund des negativen öffentlichen Meinungsbildes Schwierigkeiten in der Vermarktung gentechnisch veränderter Produkte. Die Aussage, dass gentechnisch veränderte Pflanzen für die Zukunft der Landwirtschaft wichtig sind, also als Fortschritt angesehen werden, wird nur von 33 Prozent der Landwirte abgelehnt. Zwei Drittel dagegen halten den Anbau aus Gründen der künftigen Wettbewerbsfähigkeit in sich weltweit erweiternden Märkten für notwendig.</p><p><a href="http://www.bauernverband.de/aktuelle_meldungen_1930.html">DBV: Meinungsumfrage bei konventionell wirtschaftenden Landwirten</a>

25.11.2004 |

Greenpeace projiziert Protest-Dia an 'Sachsenmilch' - Mueller-Molkerei produziert 'Gen-Milch'

Gegen den Einsatz von genmanipulierten Pflanzen in der Milchviehfuetterung protestiert Greenpeace heute frueh an der Molkerei 'Sachsenmilch' des Milchkonzerns Mueller in Leppersdorf/Sachsen. Seit fuenf Uhr morgens projizieren Aktivisten den Schriftzug 'Muellermilch = Gen-Milch. Mit genmanipuliertem Tierfutter hergestellt' auf ein Werksgebaeude der Molkerei. 'Sachsenmilch' ist die groesste Molkerei des Mueller-Konzerns und der groesste Molkereistandort Europas.</p><p><a href="http://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?r=175149&sid=&aktion=jour_pm&poffset=4155254000175149&quelle=0&query=Greenpeace">Pressemitteilung von Greenpeace</a></p><p><a href="http://www.presseportal.de/story.htx?nr=620660">Pressemitteilung von Greenpeace(24.11.04): Greenpeace erwirkt Gerichtsbeschluss gegen Müller</a>

25.11.2004 |

In Argentinien will Monsanto jetzt für Gentech-Soja kassieren - als Entgelt für den Forschungsaufwand

In Deutschland bekommt man eher selten etwas geschenkt, Landwirte können davon ein Lied singen. Einmal zertifiziertes Saatgut beim Züchter gekauft, fallen Jahr für Jahr bei erneuter Aussaat des selbst Geernteten Gebühren an. Anders in Argentinien: Das Land ist der weltweit drittgrößte Produzent von Gensoja. Dort müssen die Bauern keine Nachbaugebühren zahlen. Noch nicht. Denn der Anbieter von Gentec-Saatgut - der Konzern Monsanto - meint nun: zu viele - Bauern und Abnehmer - profitieren von seiner Forschungsleistung, ohne ausreichend dafür zu zahlen, deshalb verlangt das Unternehmen jetzt mehr Geld. Andernfalls wolle der Konzern das Land verlassen. Argentiniens Bauern fühlen sich erpresst.</p><p><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/324772/">Deutschlandfunk</a>

25.11.2004 |

Gentechnik-Vorsorgegesetz für Wien: Schwachpunkte?

Im Wiener Landtag ist am Donnerstag in einem Initiativantrag aller vier Rathaus-Fraktionen der Entwurf für ein Gentechnik-Vorsorgegesetz eingebracht worden - Landwirte orten Schwachpunkte.</p><p><a href="http://www.vienna.at/engine.aspx/page/vienna-article-detail-page/cn/vienna-news-ckramsl-20041125-031837/dc/om%3Avienna%3Awien-aktuell">Vienna Online</a></p><p><a href="http://www.vienna.at/engine.aspx/page/vienna-article-detail-page/cn/vienna-news-boberrauter-20041124-103458/dc/om%3Avienna%3Awien-aktuell">Vienna Online(24.11.04): Gentechnik-Gesetz für Wien</a>

24.11.2004 |

Keine Aussagen über Einflüsse auf natürliche Umwelt

Der Naturschutzbund NABU hat die Vorgehensweise des Vereins Innoplanta, des Landes Sachsen Anhalt und des Bundesforschungsministeriums beim Erprobungsanbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) scharf kritisiert. "Die Auswirkungen des Gentech-Mais auf die biologische Vielfalt und Insekten wurden komplett ausgeklammert", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Ein Versuchsaufbau, der nur die Fragen der Koexistenz einseitig betrachtet und das Umfeld unbeachtet lässt, gehe am Zweck des Erprobungsanbaus völlig vorbei.</p><p><a href ="http://www.nabu.de/modules/presseservice/index.php?show=382&db=">NABU kritisiert Erprobungsanbau von Gentech-Mais</a>

24.11.2004 |

Ergebnisse aus dem Erprobungsanbau sind wenig aussagekräftig

Die Ergebnisse des Erprobungsanbaus von gentechnisch verändertem Mais, die heute auf einer Pressekonferenz von Innoplanta vorgestellt wurden, zeigen nicht, dass Koexistenz möglich ist.Denn neben dem untersuchten Pollenflug droht auch durch verunreinigtes Saatgut sowie verunreinigte Ernte-, Transport- und Lagereinrichtungen die Kontamination gentechnikfrei erzeugter Produkte mit gentechnisch veränderten Bestandteilen. Erfahrungen in den USA mit Mais, Soja und Raps zeigen, dass bereits nach kurzer Zeit kaum eine Partie dieser Pflanzenarten noch frei von den künstlichen Genen ist.Solche Verunreinigungen gefährden die Ökologische Lebensmittelwirtschaft, die gesetzlich dazu verpflichtet ist, ohne Gentechnik zu arbeiten.</p><p><a href ="http://www.keine-gentechnik.de/bibliothek/anbau/positionen/boelw_erprobungsanbau_pressem_041124.pdf">Pressemitteilung des BÖLW: Agro-Gentechnik gefährdet innovativen Wachstumsmarkt</a></p><p><a href ="http://www.umweltjournal.de/fp/archiv/AfA_naturkost/7618.php">Pressemitteilung von Bioland: Koexistenzfähigkeit gentechnisch veränderter Pflanzen weiterhin fraglich</a></p><p><a href ="http://www.saveourseeds.org/downloads/probeanbau_24_11_04.pdf">Bemerkungen zu den mitgeteilten Ergebnissen des Probeanbaus von Save our Seeds</a>

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